10.01.2020
Politischer Extremismus

Islamistische Gruppen nutzen Reichweite beliebter Fußballer

Im Dezember äußerte sich der bei Jugendlichen beliebte Fußballer Mesut Özil auf Twitter kritisch zur Verfolgung der muslimischen Uiguren in China. Islamistische Gruppen verlinkten den Sportler daraufhin unter eigenen Beiträgen zu diesem Thema und lockten so ein großes und junges Publikum auf ihre Inhalte.

Immer wieder nutzen islamistische Gruppen die Reichweite von Sportlern oder Musikern, um von deren Popularität zu profitieren. Um die junge Fangemeinde auf sich aufmerksam zu machen, werden Prominente in Beiträgen verlinkt oder im Format jugendaffiner Plattformen (z. B. „Faktastisch“) visuell ansprechend zitiert. Durch die Vermischung mit eigenen Inhalten wird die Begeisterung für den Star mit ideologischen Botschaften gekoppelt und eine vermeintliche Nähe zwischen beidem suggeriert. Wichtig ist daher, junge Menschen in ihrer Medienkritikfähigkeit zu stärken. Weiterführende Handlungsempfehlungen finden Sie in unserem Beitrag zur Rassismus-Debatte um Mesut Özil.