06.08.2020
Politischer Extremismus

Umwandlung der Hagia Sophia: Islamisten werben für das Kalifat

Im Juli 2020 wurde die bis dahin als Museum genutzte Hagia Sophia in Istanbul als Moschee wiedereröffnet. Islamisten inszenieren dies als ersten Schritt hin zur Errichtung eines Kalifats, welches von ihnen als einzig "richtige" Gesellschaftsform proklamiert wird.

Islamistische Aktivisten propagieren auf reichweitenstarken, jugendaffinen Plattformen immer wieder das Kalifat, d.h. eine Staatsform nach islamischem Vorbild. Aktuell greifen sie verstärkt auf Facebook die Umwandlung der Hagia Sophia auf und binden sie in ihre Stimmungsmache für das Kalifat ein. Sie stellen diese Utopie der vermeintlich fehlerbehafteten hiesigen Staatsordnung und seiner Repräsentanten gegenüber. Jugendliche sollen dadurch verinnerlichen, wie ein Muslim bzw. eine Muslimin gemäß dem islamistischen Weltbild zu sein hat, und nur eine bestimmte Form gesellschaftlicher Organisation akzeptieren.

Junge Menschen müssen vor solchen Manipulationsversuchen geschützt werden. Im Projekt #BeInterNett werden Coaches ausgebildet, die junge Erwachsene für die Auswirkungen von extremistischer Propaganda und antimuslimischem Rassismus sensibilisieren und Handlungsstrategien aufweisen. Mehr Infos: https://www.beinternett.de/.